Über mich

Patricia Pyrka, Dipl.-Physikerin und Bachelor in Sport/Trainingslehre, geb 1976

Foto by Vreni Arbes

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Vita

Bisher gelebt in: Deutschland, Polen, USA, Island, Finnland - aktuell in München

 

Physikstudium in Kiel und München, abgeschlossen 2002

 

In Island als Physikerin gearbeitet und viel Eishockey gespielt, 2002-2003

Sportstudium in Vierumäki/Finnland, abgeschlossen 2006

Als Strength and Conditioning Coach im leistungsorientierten Nachwuchsbereich und Profi-Eishockey gearbeitet (Bietigheim-Bissingen Steelers, EHC München), sowie in der Leistungsdiagnostik von Leistungssportlern (Olympiastützpunkt Bayern), und das ganze wissenschaftlich begleitet (FG Biomechanik, Sportfakultät der TU München), 2005-2011

Als Geschäftsführerin der European Rolfing Association eine neue Verbandsperspektive erarbeitet, 2011-2014

Gründung von Beyond Training, 2014

Meine lebenslangen sportlichen Aktivitäten

...früher, auf Wettkampfebene: Badminton, Volleyball, Basketball, Langstreckenlaufen (6-10km), Eishockey

...und einfach so, aber nichtsdestotrotz früher intensiv und jahrelang oder immer wieder: Tennis und viele andere schläger-basierte Sportarten, Beachvolleyball, Ski (Alpin, Langlauf, Telemark), Reiten (auch wenn's lang her ist)

....zur Zeit: Tanzen (Hiphop, zwischenzeitlich Pole, und seit etwa zwei Jahren voller Begeisterung klassisches Ballett)

Was mich an Bewegung fasziniert und geprägt hat

Nie aufhören, etwas Neues zu lernen und auszuprobieren; die Lektüre sämtlicher Bücher von Moshé Feldenkrais - was er sich da zu seiner Zeit so überlegt und zur Reife gebracht hat ist schier unglaublich, und in den heutigen Trainings- und Bewegungsarbeitsansätzen bei Weitem noch nicht ausgeschöpft; überhaupt - das Riesenpotential des Zentralen Nervensystems, wenn man erstmal versteht, wie es tickt (was ich für mich noch nicht in Anspruch nehme - aber ich bin und bleibe dran); in dem Zusammenhang auch Bücher wie Norman Doidge's "The Brain That Changes Itself" und "The Brain's Way of Healing"; die Arbeit und Philosophie von Katy Bowman, Ido Portal und weiteren Bewegungspionieren; Rolfing, weil ich es für eine sehr wirkungsvolle Form der Körperarbeit halte; mein Sohn und seine Zerebralparese - weil er sehr kreativ mit ihr umgeht und mich verstehen lässt, wie man Bewegung um Dysfunktionen des ZNS herum organisieren kann.

Meine Variante eines Bewegungs-basierten Lifestyles

Mein Wohnzimmer, das ich vor einiger Zeit halb leer geräumt, mit ein wenig Equipment und zwei großen Spiegeln versehen habe - und das nun ein großes Bewegungsspektrum erlaubt; all die Bälle und Kissen, die bei uns rumliegen - je nach Größe zum Drauflegen, Verspanungen lösen, Werfen, Schießen, Kopfstand machen, Sitzen, Meditieren. Nur zum Schlafen nehme ich keins. Generell arbeite ich im Schnitt nicht mehr als vier Stunden pro Tag am Rechner, und auch das fast nur noch auf dem Boden. Jeder Tag startet bei mir nach dem Frühstück mit 20-60min leichter Bewegung, Mobilisation oder einer koordinativ herausfordernden Kraft-Trainingsroutine. Meine tägliche Denkarbeit erledige ich gern bei längeren Spaziergängen. Ich bin zur Zeit gerne Helsinki - und würde diese Aufenthalte gerne noch öfter in mein Leben einbauen. Meinen Sohn bedingungslos beim Wachsen zu unterstützen und mir Zeit für ihn zu nehmen, wann ich will - gelassen, oder auch mal nicht so, damit er seinen eigenen Bewegungsweg zu findet. Mir ist schon seit Langem nicht mehr nach Fernsehen - mit dem echten Leben kann es einfach nicht mithalten. Ich esse undogmatisch, einfach, und so gut es geht saisonal und regional (und für mein Leben gern und viel zu selten Sushi).

Mein aktuelles Bewegungsspektrum und -pensum

Ein typischer Tag sieht in Bezug auf Bewegung etwa so aus:

  • Nach dem Frühstück: Entweder (2 x pro Woche) eine ca einstündige Mobilisations- und Kraftroutine (der Kraftteil besteht normalerweise aus fünf Übungen: Eine Kniebeugevariation, 2 Zug- und 2 Schubübungen; jeweils drei Sätze im Zirkelformat; Wiederholungszahlen variabel an Bewegungsqualität und Tagesform angepasst [genauer präsentiere ich das in meinem Trainingsmanual]) oder nur Mobilisation (ausrollen der Füße, Hüftmobilisation auf einem Ball)
  • Ballett 90-120min pro Tag (entweder in Form von Ballettstunden im Tanzstudio oder/und zusätzliches Üben für mich). Ich habe vor zwei Jahren angefangen (als Kind nie Ballett gemacht, war auch nie wirklich ein Traum von mir, ich bin eher zufällig dazu gekommen und dann mit großer Begeisterung hängen geblieben), seit Kurzem auch auf Spitze - was spannend ist, weil es ganz neue Bewegungsmuster erfordert
  • Gehen 60-120min pro Tag (entweder Spazieren oder irgendwo hingehen)
  • Über den Tag verteilt: Zeit in tiefen Kniebeugen verbringen (meistens beim Arbeiten am Rechner) sowie im passiven Hängen
  • Am Abend, vor dem Schlafen gehen: Ausrollen des Rückens und der Beckenregion (ich bin kein großer Fan von klassischen Foamrollern - stattdessen verwende halbierte Schwimmnudeln, gelegentlich eine aufblasbare Rolle, und für lokales Bearbeiten von Gewebe einen Lacrosseball), anschließend 20-30min still sitzen und den Körper wahrnehmen

Zusätzlich, nicht jeden Tag sondern eher unregelmäßig über die Woche verteilt:

  • Hiphop tanzen, entweder in einer Stunde im Studio oder im Club
  • Mit meinem Sohn Bewegungen ausprobieren
  • Leichte Wanderstrecken mit meinem Sohn (bei denen ich ihn streckenweise im Rollstuhl schiebe oder abbremse)
  • An einem Tag pro Woche bewege ich mich zwecks Regeneration möglichst wenig