60 - Inklusion salonfähig machen - kleiner Sneakpeak!

Regelmäßige Leser diese Blogs haben es schon gemerkt: Meine Sicht auf Bewegung bekommt einen zunehmend inklusiven Charakter.

Oberflächlich betrachtet könnte man schließen: Ich bin halt "Betroffene", als Mutter eines behinderten Kindes. Klar, dass ich mich dadurch auseinandersetze, wie Menschen mit Behinderungen aktiv sein können.

Das stimmt einerseits - und andererseits nicht.

Es stimmt dahingehend, dass die Behinderung meines Sohnes den nötigen Funken des Interesses in mir entzündet hat, und mich natürlich bei der Stange hält.

Aber es stimmt in dem Sinne nicht, dass es der einzige Grund für mein Engagement in diesem Thema wäre. Denn dieser ursprüngliche Funke hat mir eine Welt des Bewegens und vor allem Bewegenlernens eröffnet - und mich realisieren lassen, dass JEDE(R) von uns in dieser inklusiven Welt ein besseres Leben haben kann, ob mit oder ohne Behinderung.

Und in dem Maße, in dem diese Welt um viele Bewegungsmöglichkeiten, -verbesserungen und erstaunlicher Lernprozesse größer wird - um so deutlicher wird mir, wie viel von dem Wissen aus dieser Welt gar nicht bei den Menschen ankommt, die es betrifft. Und in irgendeinem Bereich - betrifft es uns alle.

Inklusion ist nicht einfach Integration unter anderem Namen, oder eine politisch korrekte Mitleidsoffensive für vermeintlich schwächere Mitglieder unserer Gesellschaft. Inklusion ist nichts anderes als ein Grundzustand einer jeden Gesellschaft, Gemeinschaft und Interaktion zwischen einzelnen Menschen.

Wege zu finden, die wieder zu diesem bereichernden Grundzustand zurückführen; Berührungsängste überwinden; jeden einzelnen als Mensch mit individuellen Stärken zu honorieren - genau dazu will ich in Zukunft einen noch konkreteren Beitrag leisten.

Daher bin ich superstolz, hier eine kleine Vorankündigung zu machen: Aktuell arbeite ich an einem sehr gewagten Inklusions-Blog, der in Kürze live geht. Gewagt in dem Sinne, dass es eine Mischung sein wird aus gelebten und gelungenen und manchmal vielleicht sogar unerhörten Inklusionsbeispielen; top-notch-forefront-Wissen zu neuen Therapiemöglichkeiten und Prinzipien des Lernens für den Alltag - sowie den emotionalen und sozialen Aspekten der Inklusion. Was es nicht wird: Es geht mir nicht um die Entwicklung von theoretisch-technischen "Inklusionskonzepten" - denn ein Grundzustand braucht keine Konzepte.

Stattdessen will ich viele kleine und große Wunder feiern. Und erzählen wie man diese Wunder erzeugt.

In Kürze mehr - ich freue mich riesig!